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Rechtsanwalt und Steuerberater Stefan O. J. Klein, Gerolsteiner Str. 1, 50937 Köln


Scheidung


Trennung und Scheidung bedeuten für beide Seiten regelmäßig erhebliche Veränderungen. Neben einer Neuausrichtung der bisherigen persönlichen Lebensplanung bedürfen insbesondere die finanziellen Rahmenbedingungen in Bezug auf Unterhalt und Zugewinnausgleich sowie die Gestaltung des allgemeinen Sorgerechts der gemeinsamen Kinder eingehender anwaltlicher Beratung.

Scheidungs-
verfahren

Die Ehe kann - jedenfalls wenn beide Ehegatten zustimmen bzw. selbst Scheidungsantrag stellen - mit Ablauf eines Trennungsjahres geschieden werden. Die antragstellende Partei muss sich hierbei von einem Rechtsanwalt vertreten lassen. Werden neben dem eigentlichen Scheidungsantrag keine weitergehenden Familiensachen anhägig gemacht, ist das Verfahren auf die Scheidung sowie die Durchführung des Versorgungsausgleichs beschränkt.
Werden im Scheidungsverfahren weitergehende Anträge sog. Scheidungsfolgesachen (etwa Unterhalt bzw. Sorgerechtsanträge) gestellt, so entscheidet das Gericht in der Regel nur einheitlich, wenn alle Anträge entscheidungsreif sind.

Unterhalt
Zugewinnausgleich

Regelungen zum Unterhalt sowie zum Zugewinnausgleich sollen die bisherigen, wechselseitigen finanziellen Abhängigkeiten während der Ehe ausgleichen. Auf vermögensrechtlicher Ebene geschieht dies durch den Zugewinnausgleich und auf der Ebene des bisher gemeinsamen Einkommens durch Unterhaltsregelungen. In beiden Fällen entscheidet das Gericht nur auf Antrag.
In Bezug auf den Unterhalt ist zu beachten, dass dieser nur in Ausnahmefällen für die Vergangenheit geltend gemacht werden kann. Unterlässt es eine Partei, Ihren Unterhaltsanspruch umgehend geltend zu machen, so verliert sie hierdurch den Unterhaltsanspruch für die Vergangenheit, auch wenn dieser tatsächlich bestanden hat.

Sorgerecht
Umgangsrecht

Bei Kindeschaftssachen ist zwischen Regelungen über das allgemeine Sorgerecht, das Aufenthaltsbestimmungsrecht sowie das Umgangsrecht zu unterscheiden.
Das allgemeine Sorgerecht verbleibt hinsichtlich der wesentlichen Regelungen in Bezug auf das gemeinsame Kind auch nach der Scheidung regelmäßig bei beiden Parteien. Eine Übertragung des Sorgerechts auf eine Partei ist demgegenüber nur in Ausnahmefällen möglich.
Richterliche Entscheidungen zu Fragen, bei wem das Kind wohnen soll (Aufenthaltsbestimmung) und wie der Umgang zu regeln ist, sind möglich, sofern mit dem Gegner außergerichtlich keinen Konsenz gefunden werden kann.